FORCE – ON – FORCE

Die Markierungsmunition wird in den Schießausbildungen benutzt, die zum späteren Einsatz in realen Umständen ausbilden. Eine Ausbildung, die die Teilnehmer nicht in Stress und gespannte Situationen des realen Lebens versetzt, ist nicht effizient und sichert keine entsprechend vorbereiteten Benutzer der Feuerwaffen. Die moderne Ausbildung mit Schießwaffen ist nicht mehr nur auf die Treffergenauigkeit konzentriert, sondern auch auf die Kraft vor allem aber auf die Geschwindigkeit. Das Übungsgelände muss möglichst realitätsnah sein.

Die Ausbildungen nach dem System Mann gegen Mann (engl. Force on Force Training) waren anfangs nur Spezialeinheiten vorbehalten, heute dagegen werden nach dieser Methode auch andere Angehörige der Armee und Polizei ausgebildet, in letzter Zeit auch Angehörige von verschiedenen Sicherheitsdiensten, deren Ziel hochausgebildete Arbeiter bzw. Angestellte sind.

Das System besteht aus Markierungsmunition, die durch Standardmodelle der Waffen verschossen wird. Die Patronen unterscheiden sich von den echten durch die Konstruktion der Hülsen, die so aufgebaut sind, dass sie Pulvergas reduzieren. Dadurch wird auch die Geschossenergie auf nur ein paar Joule reduziert. Auf diese Weise erleidet der Getroffene keine Verletzungen, sondern nur milde Schmerzen.

Das Projektil ist, ähnlich wie beim Paintball, mit Lebensmittelfarbe gefüllt. Seine Form ist so konzipiert, dass es beim Auftreffen zerplatzt und an dem Getroffenen eine Farbspur hinterlässt. Dies ermöglicht dem Ausbildungsleiter eine Kontrolle sowohl der Treffergenauigkeit als auch der Wahrscheinlichkeit des Todesschusses. Ebenso kann er aufgrund verschiedenfarbigen Füllungen analysieren, wer der Schütze war bzw. welcher Gruppe er angehörte.

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Zu den Bestandteilen dieses Systems gehören neben der Munition noch verschiedene Wechselläufe für Pistolen, Einsteckläufe für Maschinenpistolen, bei Sturmgewehren im Kaliber 5,56 mm muss aber der Verschluss gewechselt werden. Diese Teile verhindern eine Verwechslung der Markierungsmunition mit der echten Munition durch den Benutzer. Ihre Farbe ist zur leichteren Erkennung hellblau. Die Einstecksysteme verändern das Funktionsprinzip der Waffe, der Rückstoß und die Funktionsautomatik bleiben jedoch fast unverändert. Die effektive Reichweite dieser Systeme liegt zwischen 20 und 40 m, soviel beträgt auch die durchschnittliche Schießentfernung bei den s.g. Nahkämpfen, die maximale Reichweite der Kugel liegt bei 150 m.

Trotzdem muss während der Ausbildung geeignete Schutzausrüstung verwendet werden, vor allem Gesichts- und Halsschutz, bei Männern auch Genitalienschutz, Rumpfschutz auf Wunsch des Benutzers. Die Verwendung von Schutzhandschuhen ist ebenso empfehlenswert, denn statistisch gesehen gibt es in diesem Bereich die meisten Treffer.

  

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Aufgrund der Forderungen der Schießausbildung sichert die Markierungsmunition eine sichere, zuverlässige, effektive und vielseitige Ausbildung mit der Möglichkeit der Abstimmung auf die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe.

Das System der Markierungsmunition ermöglicht:

  • Fortschrittliche Ausbildung in der Handhabung der Waffen;
  • Instinktives Richten und Abfeuern der Waffe;
  • Reagieren auf statische, momentane und sich bewegende Ziele im Nahkampf;
  • Wirken auf eins oder mehrere Ziele und Ihre Identifizierung;
  • Trainieren der Verfahren zur Einnahme von Schießpositionen und Deckung;
  • Trainieren des schnellen Magazinwechsels;
  • Trainieren der Verfahren beim Schießbefehl;
  • Trainieren der Teilnehmer für Einsätze, in denen sie allein, als Paar oder als Gruppe wirken werden.

 
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